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Die ca. 6.200 Einwohner zählende Stadt Grabow liegt 7 km südöstlich von Ludwigslust an der Bundesstraße 5, der alten Verbindungsstraße zwischen Berlin und Hamburg.
Das Gebiet um Grabow gehört naturräumlich zur Talsandniederung der Elde. Diese Landschaft erhielt ihre Ausprägung gegen Ende der Weichsel-Kaltzeit vor etwa 15.000 Jahren. Mit zunehmender Erwärmung des Klimas am Ende der Eiszeit kam es zur Einwanderung von Gehölzen wie Eiche, Birke und Kiefer.
Die Grabower Umgebung zeichnet sich durch einen hohen Waldreichtum aus. Gegenwärtig werden ca. 2.500 ha der Gemarkung Grabow von Wald eingenommen, wovon allein 1.658 ha Stadtwald sind. Kiefernforsten nehmen den größten Teil der Waldflächen ein.
Zur Grabower Stadtgeschichte ist zu sagen, dass die erste urkundliche Erwähnung einer „befestigten Burg Grabow“ auf das Jahr 1186 zurückgeht. Grabow wird hier als Grenzpunkt an der Elde, westlich zur Grafschaft Dannenberg und kirchlich zum Bistum Ratzeburg gehörend, bezeichnet. Die Stadtgründung durch den Dannenberger Grafen geht auf das Jahr 1252 zurück. Das Stadtbild wurde von einer runden Geschlossenheit geprägt, überragt von den Türmen des Schlosses, des Rathauses, der Kirche und den Tortürmen.
Grabow wurde nach einem festen Plan angelegt und diente wahrscheinlich der Sicherung der Dannenberger Grafschaft, neben einer slawischen Burg, und zur Siedlung. Im Jahre 1320 wurde die Stadt Grabow zu Mecklenburg angegliedert. Wie alle mittelalterlichen Städte war auch Grabow ein befestigter Ort, also mit einer Mauer und wehrhaften turmartigen Toren versehen. Lediglich zwei Tore führten aus der Stadt heraus, das Rehberger Tor und das Mühlentor. Nach dem Zerfall der Stadtmauer hatten die Tore nur noch als wirtschaftliche Absperrung eine Bedeutung.
Anfangs des 17. Jahrhunderts erfolgte ein Umbau der auf der Insel gelegenen Burg zu einem Schloss. Im 17. und 18. Jahrhundert diente dieses vor allem als Witwensitz mecklenburgischer Herzoginnen.
Am 3. Juni 1725 fielen große Teile der Stadt, das herzogliche Schloss, die Kirche und das Rathaus den Flammen zum Opfer. Von der Kirche blieben nur noch die Umfassungsmauern stehen. Im Frühjahr 1726 begann der Wiederaufbau der Stadt. Das zerstörte Rathaus wurde 1726 gemäß eines Vertrages mit dem Stadtzimmermeister als stattlicher zweigeschossiger Fachwerkbau mit Mansardendach und schmückendem Dachreiter sowie doppelläufiger Freitreppe neu errichtet. Nach 1763 wurde auf den Grundmauern des alten Schlosses das Amtshaus gebaut. Auf Grund der günstigen Lage Grabows und nicht zuletzt des vorhandenen Getreideüberschusses konnten gute Handelsbeziehungen gepflegt werden. Handel und Handwerk erholten sich allmählich. Durch den Ausbau der Verkehrswege wuchs Grabow über seine mittelalterlichen Grenzen hinaus.
Zahlreiche Industriebetriebe, wie eine Lederfabrik, Goldleistenfabrik, Pfeffernussfabrik, Fassfabrik und Brauerei entstanden somit im 19. Jahrhundert. Grabow wuchs so zum industriellen Schwerpunkt in Mecklenburg mit Absatz in ganz Deutschland.

Städtebauliche Sanierung in Grabow
Grabow besitzt einen wertvollen historischen Stadtkern. Um die Stadt in ihrer ganzen Pracht wiederherzustellen, bedurfte und bedarf es der dringenden Sanierung.1991 wurde die Stadt in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen. Auf Grund der historischen wertvollen Innenstadt mit Fachwerkbauten aus dem 18. Jahrhundert, wurde Grabow in das
Bundes – Länder – Programm „ Städtebaulicher Denkmalschutz“ aufgenommen.

Das Gelingen der städtebaulichen Sanierung hängt im Wesentlichen von der Bereitschaft zur Mitwirkung seitens der Bürger ab. Wer aufmerksam durch Grabow geht, sieht, dass sich sehr viel getan hat.


Ausflugsziele und Sehenswertes von Grabow
Über die Müritz – Elde – Wasserstraße erreichen Sie die Stadt auf dem Wasserweg.
Die schöne Lage im Tal der schiffbaren Elde sowie der Waldreichtum bieten zahlreiche Wandermöglichkeiten. Genießen Sie Natur pur zu Fuß oder per Boot nach Fresenbrügge oder Hechtsfortschleuse. Grabow verfügt über einen neu gestalteten Hafen mit Stellplätzen für Wohnmobile. Hervorragende Möglichkeiten zum Einkaufen und zum Stadtbummel runden das Angebot ab.
Bei einem Spaziergang durch die Stadt werden Sie manch schöne Details an liebevoll restaurierten Fachwerkgebäuden im historischen Stadtkern entdecken.
Ein Glanzstück im Ensemble stellt zweifelsohne das Rathaus dar. Die Sanierung des Gebäudes wurde 1998 vorgenommen. Seit 1994 befindet sich das Grabower Heimatmuseum in der ehemaligen Pfeffernuss- und Biskuitfabrik in der Marktstraße 19. Hier finden Sie nicht nur Sammlungen zur Stadtgeschichte und zum Handwerk, sondern auch Sonderausstellungen zu den verschiedensten Themen aus Kunst und Kultur.

Geöffnet ist das Museum dienstags und freitags von 9.00 – 11.00 Uhr und mittwochs sowie sonntags von 14.00 – 16.00 Uhr. Sollten Sie Ihren Urlaub in Grabow verbringen, versäumen Sie es nicht, unsere Stadtbibliothek zu besuchen. Die Bibliothek finden Sie im Reuterhaus Kießerdamm 19 a. Ein unfangreiches Angebot an Literatur und Medienangebote in hoher Stückzahl zu verschiedensten Wissensgebieten erwarten Sie hier. Etwas Besonderes sind auch Veranstaltungen zu verschiedensten Themen, die regelmäßig angeboten werden.

Suchen Sie Abkühlung oder wollen Sie sich von der Sonne verwöhnen lassen? Dann besuchen Sie unser schönes Waldbad. Das Freibad, welches sich inmitten Schatten spendender Bäume befindet, wurde aufs Modernste ausgebaut und lässt kaum Wünsche offen. Das Bad ist in der Regel vom 15. Mai bis zum 15. September täglich von 09.00 Uhr – 20.00 Uhr geöffnet. In der Ferienzeit ändert sich die Öffnungszeit täglich auf 10.00 Uhr – 21.00 Uhr.